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Christoph Grabner
 
 
filme.projekte

Endstation Seeshaupt

Dokumentarfilm, 97 Minuten, HD, 16:9, Farbe/SW, Digital Stereo

Kinostart 21. April 2011
Mitwirkende Louis Sneh, Max Mannheimer, Uri Chanoch, Edwin Hamberger, Franz Haider, Hans Steinbiegler, Hans Niedermayer, Karl Orth, Heinrich Mayer, Lisa Brandl, Sven Weidner, Daniel Sedlacek, Leo Brux, Peter Libossek, Michael Bromberger, Johann Baur, Maria Stenuf, Manfred Boksch, Erich Biersack, Annemarie Gutmann, Judi Grosch, Barbara Hackl, Herbert Reich, Stephan Wanner, Uwe Hausmann, Ursula Huber, Renate von Fraunberg, Bero von Fraunberg, Peter Westebbe, Ursula Hoffmann, Michael Seitz, Lehrer und Schüler der Grundschule Seeshaupt u.v.a.
Produktion Konzept+Dialog.Medienproduktion, Walter Steffen
1. Kamera Christoph Grabner
Ton & Kameraassistenz Martin Wunschick
2. Kamera Matthias Obermeier, Martin Wunschick, Ludwig Zitzelsberger, Walter Steffen
Regie 2nd unit Manfred Birkl
Maske Constanze Madlindl
Technischer Support C.A.I. Systeme GmbH, Armin Ißmayer & Daniel König
Farbkorrektur Jörg Ch. Knochen
Dramaturgische Beratung Gül Oswatitsch
Schnitt Martin Wunschick BFS
Sprachaufnahmen L-Tonstudio Phillip Kudelka
Sprecher Kia Ahrndsen, Ferdinand Dörfler
Mischung Chris Heyne
Musik Bernd Petruck
Buch & Regie Walter Steffen
Verleihförderung FFF Bayern
Inhalt „Endstation Seeshaupt“ dokumentiert die Fahrt des Todeszuges, der im April 1945 mit ca. 4000 KZ-Häftlingen aus dem Dachauer Außenlager Mühldorf-Mettenheim auf eine Irrfahrt durch Bayern geschickt wurde, mit dem Ziel, die Häftlinge in den Alpen zu vernichten. Während der Zugfahrt entlang der damaligen Strecke entlang, erzählt Louis Sneh, ein Überlebender des Holocaust, vom Leiden im Lager, von Hunger, Krankheit und Tod, von den Zwischenfällen in Poing, München, Beuerberg und von der Befreiung in Seeshaupt. Auch Max Mannheimer, der nach einer Odyssee durch die Konzentrationslager nach Mühldorf kam und mit Flecktyphus diese Zugfahrt überstand, berichtet in dem Film von seinen persönlichen Erlebnissen.

„Endstation Seeshaupt“ baut eine Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft, indem er aufzeigt, wie durch die bewusste Reflektion der eigenen Geschichte Traumata überwunden und innere Versöhnungsprozesse in Gang gesetzt werden. Er dokumentiert die Erinnerungsarbeit engagierter Bürger und die positive Auseinandersetzung von Schülern und Jugendlichen mit der Vergangenheit des Nazi-Regimes – so wie es Max Mannheimer bei Vorträgen formuliert: „Ihr tragt keine Verantwortung, für das was geschehen ist, aber Ihr tragt Verantwortung für das, was in Zukunft geschehen wird.“

weitere Informationen [ www.endstation-seeshaupt.com ]


Pressestimmen Süddeutsche Zeitung
Der Seeshaupter Filmemacher Walter Steffen hat einen eindringlichen Dokumentarfilm über den Todeszug gedreht: „Endstation Seeshaupt“

Münchner Merkur
Zu Wort kommen in dem Film die ehemaligen KZ-Insassen Louis Sneh und Max Mannheimer. Auf bewundernswert ruhige Art und frei von Groll schildern sie in der Dokumentation ihre leidvollen Erlebnisse auf der tagelangen und menschen-unwürdigen Fahrt. Zu Wort kommen auch Zeitzeugen, die vor 65 Jahren an der Strecke zwischen Mühldorf und dem Starnberger See lebten... ...Es ist gerade diese Mischung, die der Dokumentation ihre beeindruckende Wirkung verleiht...

Starnberger SZ
Es ist ein eindringlicher Film, den Walter Steffen zum 65. Jahrestag des Todeszuges gedreht hat. Er mischt sich nicht ein, lässt erzählen... Walter Steffen will mit dem Film vor allem versöhnen. Er will die Geschichte erzählen, wie sie war. Aber auch ein Zeichen setzen für eine gemeinsame Zukunft...

Starnberger Merkur
Der Dokumentarfilm „Endstation Seeshaupt“ beeindruckt die Zuschauer in der Starnberger Schlossberghalle... ...Bis unmittelbar vor der Weltpremiere des fertig geschnittenen Films hatte Steffen daran gearbeitet und das Ergebnis ist in seiner Sorgfalt und leisen Wucht überwältigend...

Uri Chanoch, Vorsitzender der Vereinigung der Überlebenden der Außenlager Dachau Landsberg/Kaufering
...Ich kenne fast alle Filme über den Holocaust, aber Ihr Film ist wirklich etwas besonderes, weil er von der Vergangenheit in die Zukunft weist. Ihren Film muss die Welt sehen...

Dagmar Wagner, Regisseurin
...Es ist unglaublich gut gelungen, das Grauen in unsere Heimat hier einzubetten, was für mich eine ganz neue Erfahrung war - meistens ist es doch immer "weit weg"... ...Der Film hat mich in seiner Klarheit und Strenge sehr beeindruckt.

Walter Erpf, Autor & Musiker
Was diesen Film so großartig macht ist, dass er mit historischer Genauigkeit ohne jeglichen nachgespielten "guidoknoppschen" Aufwand die damaligen Ereignisse darstellt und sie gleichzeitig sensibel verwebt mit der unmittelbaren Gegenwart. Das gibt dem Thema eine Direktheit, der sich niemand entziehen kann, der sich aber auch niemand entgegenstellen kann, weil der Film niemals polarisiert. Und so ist – vor allem dank dieses wundervollen Herrn Sneh – ein Beitrag von unschätzbarem Wert gelungen. Ich wünsche diesem Film den größten denkbaren Publikumserfolg!

Ulrike Hofmann
...indem der Film die Zeitzeugen wirklich sprechen lässt und ihre Aussagen nicht interpretiert wird er zu einem unglaublich eindrucksvollen und berührenden Dokument.

Dorothea Föppl, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit München e.V.
...Das wunderbare ist, dass Sie eine Geschichte des Grauens erzählen, die uns dennoch Hoffnung gibt und uns unsere Verpflichtung aufzeigt.

kino.de
Es ist nur schwer möglich, diesen dunklen Teil deutscher Geschichte in dem heutigen idyllischen Oberbayern zu verorten, geschweige denn mit friedlichen Plätzen wie Poing oder Seeshaupt zu verbinden. Doch genau das ist der Kunstgriff dieses eindringlichen Dokumentarfilms von Walter Steffen: Vergangenheit und Gegenwart so eng miteinander zu verknüpfen, dass schließlich eine Brücke zu einer hoffnungsvollen Zukunft entsteht. Nicht zuletzt dank des sensibel und offen nach außen getragenen Versöhnungsprozesses von Luis Sneh ist dies voll und ganz gelungen.